Die Kraft, die niemals aufhört

Liebe CZD Gemeinde,
Pfingsten ist die ultimative Ansage besserer Zeiten, der besten Zeiten unseres Lebens und unserer Gemeinden. Warum ist das so?

1. Jesus ruft uns rein und schickt uns nicht raus !
Am letzten Tag seines irdischen Daseins macht Jesus seinen Jüngern klar, dass sie jetzt an der Reihe sind und dass das Evangelium nicht nur in Jerusalem, nicht nur in Judäa, sondern auch in Samaria und der ganzen Welt verkündet werden muss. Eine unglaubliche Überforderung für 11 eingeschüchterte Jünger, die sich seit 40 Tagen möglichst nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt hatten. Stell dir die Situation doch einmal vor. Wenn es überhaupt keinen einzigen Christen gäbe, keine einzige Gemeinde, eine eher feindliche Umwelt für neue religiöse Botschaften und jetzt gibt jemand einer Gruppe von 11 Männern und ein paar Frauen den Auftrag, bis ans Ende der Erde zu gehen. Wie würden wir uns fühlen? Ein unmöglicher Auftrag: Mission impossible ! Die meisten von uns brauchen noch nicht mal den weltweiten Horizont, um sich überfordert zu fühlen. Die Nachbarn, die Eltern, die Schulklasse und die Kollegen reichen schon aus, um uns den Angstschweiß auf die Stirn zu treiben. Nein, in Deutschland spricht man nicht offensiv über den Glauben, das ist peinlich, suspekt und unangenehm. Die gute Botschaft ist: Entspann dich! Du musst auch überhaupt nichts tun. Jesus sagt nichts von Ärmel hochkrempeln und sich aus dem Sessel quälen. Genau das Gegenteil sagt er: Bleibt, wo ihr seid, nicht Ärmel hoch, sondern Arme hoch. Zum Gebet. Sucht die Kraft und wartet auf die Kraft, dann erst … (Apg. 1,4 und 8). Eine aktivistische Gemeinde, ohne die Ausrüstung des Heiligen Geistes, entspricht mit Sicherheit nicht den Vorstellungen Gottes, leider aber oft unserer Erfahrung. Nein, der erste Auftrag ist: „Geh rein“ und nicht „geh raus!“ Das allerdings müssen wir dann auch tun.

2. Der Heilige Geist verändert uns und setzt uns frei
Es ist phänomenal, was am Pfingsttag geschieht. Tausende von Leuten rotten sich vor dem Haus der Jünger zusammen. Wäre das vor dem Pfingstereignis geschehen, hätten die Jünger ohne Frage reißaus genommen und wären abgehauen. Ich stelle mir vor, wie sie sich zurufen: „Schaut mal den Mob da drausen, die kommen, um uns zu lynchen, nichts wie weg !“ Nun aber, nachdem sie soeben mit Feuerzungen getauft worden waren, war alle Angst und Überforderung verflogen. Petrus tritt der Menge entschlossen entgegen und hält eine wirkmächtige Stehgreifpredigt. 3000 Menschen lassen sich überzeugen und die erste Gemeinde entsteht. Die erste Gemeinde ist übrigens von vornherein eine Mega-Church. Ich sage: Gott liebt große Gemeinden! (Apg. 2,1-4, 14, 41)
Was für eine Veränderung. Und die ist allen verheißen. Das macht Petrus in seiner Predigt klar: „auf alles Fleisch“ (Apg. 2,17). Diese umgestaltende Veränderung durch eine Taufe mit Geist und Feuer ist allen Christen verheißen. Und das ist es, was wir brauchen, wenn wir etwas ausrichten wollen und aus der Zagheit, der Ängstlichkeit, der Ladehemmung raus wollen. Und hier sind sie wieder, die besten Zeiten unseres Lebens. Sie liegen noch vor uns. Gott verheißt uns nicht weniger als eine innere Dynamik und Leidenschaft, die uns von innen heraus nach vorne treibt. Das ist der Lebensstil, der verheißen ist. Jesus drückt es gegenüber der Frau am Jakobsbrunnen einmal so unnachahmlich aus: „Das Wasser, das ich dir geben werde, das wird in dir zur Quelle, die bis ins ewige Leben quillt.“ (Joh. 4,14). Hier geht es nicht um einen großen Schluck aus der Pulle nach dem Motto: das war eine großartige Freizeit, ein großartiger Höhepunkt, nun aber ist alles wieder verrauscht. Jesus spricht nicht von einer Erfrischung, er spricht von einer Quelle, die ins Herz eines Menschen verlegt wird und nun unaufhörlich sprudelt und sprudelt und sprudelt – bis ins ewige Leben. Die Kraft, die niemals aufhört. Geben wir uns nicht mir weniger zufrieden.

3. Der Heilige Geist schafft die Kirche der Zukunft
Die Konsequenzen des Pfingsttages sind unübersehbar, an Petrus und den Jüngern, also an Einzelpersonen. Genauso sichtbar werden sie aber auch an der Gemeinschaft der Christen, an der Kirche. Was entsteht hier für eine Kirche? Sie sind jeden Tag zusammen, so stark ist es. Sie teilen alles untereinander, so viel Liebe ist unter ihnen. Sie halten gewaltige Predigten, sodass kurze Zeit später wieder tausende Menschen auf einmal hinzukommen und sowieso Tag für Tag Einzelne. Kranke werden gesund und das Volk rühmt sie. Was ist denn das für eine Kirche? Das ist die Kirche von Pfingsten und das ist auch die Kirche der Zukunft.

  • Ich sehe eine Kirche, in der junge Menschen tanzen und feiern und von Begeisterung erfüllt sind, eine reine Freude, ohne allen  Beigeschmack von den sonst üblichen Grenzüberschreitungen.
  • Ich sehe eine Kirche, in der die Christen leidenschaftlich glauben und beten, beständig wachsen und alles geben, um der Not und Verlorenheit der Zeit zu begegnen.
  • Ich sehe eine Kirche, die viele Menschen anzieht und deren Gottesdienste die Kultur ihrer Zeit abbilden, das Lebensgefühl der Gesellschaft aufnehmen und unglaublich viel Spaß machen, weil sie voller Inhalt, Rhythmus und Leben sind.
  • Ich sehe eine Kirche mit Einfluss und Bedeutung, über die man gut spricht und deren heilende und wiederherstellende Kraft gesucht und anerkannt wird, eine Kirche, in der Fremde zu Freunden werden und eine Heimat entsteht, in der man wirklich zu Hause ist.

Das ist die Kirche des Neuen Testamentes, die Kirche nach Pfingsten, und das muss auch unsere Kirche sein, unsere Gemeinde, das CZD. Die besten Zeiten liegen noch vor uns.

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