Die Hoffnung der Welt

Liebe CZD Gemeinde,

unsere letzte Predigt in der Reihe „Die besten Zeiten …“ trägt den Titel: Die Hoffnung der Welt. Wer uns was ist damit gemeint? Und welche Kraft und Wirkung hat Hoffnung?

Petrus macht uns klar, dass es bei der Frage der Hoffnung um uns geht, um Christen, die von neuem geboren wurden. Sie haben nicht nur eine lebendige Hoffnung, sie sind eine.

Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns.

1. Petrus 1,3-4

In Anlehnung an die Bergpredigt, in der Jesus seine Jünger „Licht der Welt“ und „Salz der Erde“ nennt, können wir also in einem ganz bestimmten Sinn mit Petrus sagen: „Du bist die Hoffnung der Welt!“ „Die Gemeinde ist die Hoffnung der Welt!“
Welche Konsequenzen Hoffnung für einen Glaubenden hat, wird uns am Beispiel von Mose deutlich:

Wie kam es, dass Mose, als er groß geworden war, nicht länger »Sohn der Tochter des Pharaos« genannt werden wollte? Der Grund dafür war sein Glaube. Mose wollte lieber mit dem Volk Gottes leiden, als sich dem flüchtigen Genuss der Sünde hinzugeben. Die Schmach, die er dadurch auf sich nahm – dieselbe Schmach, die auch Christus zu tragen hatte –, bedeutete ihm mehr als alle Reichtümer Ägyptens, weil sein Blick auf die Belohnung gerichtet war, ´die Gott für ihn bereithielt`. Hebräer 11,24-26

Der Glaube reichte nicht aus, damit Mose so ein kraftvolles Leben führen konnte. Ohne seine Fokussierung auf die Belohnung, von der ja auch Petrus spricht, ohne seine Hoffnung auf Lohn und das kommende Reich, hätte er wohl kaum ein solches Leben führen können. Die Hoffnung gab ihm die Kraft:

1. Nein zu sagen, zu verzichten
Die Kraft des Vergnügens und des leichten Lebens ohne Sinn und Ziel verlor für ihn ihre Kraft, weil er auf eine ganz andere Party eingeladen wurde, die weitaus besser und fröhlicher ist, als die Feste Ägyptens. Wer Hoffnung hat, hat keine Angst, was zu verpassen, er kann verzichten, wenn es sein muss.

2. Ja zu sagen zu schweren Wegen
Wer vertauscht schon gerne den Kutschbock mit dem Mistwagen? So richtig ausgezahlt hat sich der Wechsel Moses ins Lager der Unterdrückten doch eigentlich nicht. Nichts als Scherereien und 80 Jahre Wüste – alles in allem. Wie konnte er das schaffen? Wie konnte er durchhalten in schweren Zeiten und nicht alles hinschmeißen? Es war dieser beständige Blick nach vorn, der Blick aufs Ziel. Damit gleicht er Jesus, von dem es heißt, dass er um der vor ihm liegenden Freude willen, die Schande und das Kreuz auf sich nahm (Hebräer 12,1-3). Nur so konnte er es schaffen und nur so können auch wir durchhalten in Zeiten der Anfechtung und der Krise. Wir machen es wie Paulus, der die Leiden der Welt für nichts achtete im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden wird (Römer 8,18).

3. Die Welt zu verändern
Hoffnung ist nicht nur ein in die Ferne schauen, es ist ein sich Annähern an das Ideal oder wie es Sören Kierkegaard einmal ausdrückte: „Hoffnung ist Leidenschaft für das Mögliche“. Wer hofft ist er füllt von einer kommenden Wirklichkeit und holt sie damit schon ein Stück weit ins Hier und Jetzt. Der Glanz der kommenden Herrlichkeit wirft durch den von dieser Vision ergriffenen Menschen bereits seine Schatten ins Hier uns Jetzt. Wir warten nicht auf die kommende Stadt, wir suchen sie (Hebräer 13,14) und nähern uns damit ihr immer mehr an. Das verändert die Welt und deswegen sind wir, deswegen ist die Gemeinde, die Hoffnung der Welt ! In Moses Leben wird das deutlich. Er war so erfüllt von dieser Hoffnung, dass er sein ganzes Umfeld damit prägte. Erst überzeugte er das Volk Israel, dann überzeugte er den Pharao und schließlich „überzeugte“ er auch die Kanaaniter. Er veränderte die Welt und das kommende Reich Gottes, weil er der Hoffnung entgegenging. Mit der Einnahme Kanaans nahm die kommende Welt dann bereits schattenhaft reale Züge an.

 

Und genau das machen wir als CZD auch: wir gehen der kommenden Welt entgegen und bauen eine Gemeinde, in der der Glanz der zukünftigen Welt schon schattenhaft sichtbar wird. Das ist eine unglaublich spannende und begeisternde Aufgabe und deswegen liegen die  besten Zeiten noch vor uns !

Euer Bernhard

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